Auf dem Areal der Straßenmeisterei Weibern wurde im Herbst 2015 ein Containerdorf für 30 Personen errichtet. Informationen sowie eine Auflistung benötigter Gegenstände können bei der Leiterin, Doris Weichselbaumer unter 0664/85 82 658, erfragt werden.

 

 

 

 

 Abschied von Nasir und Mohammad!

Nasir und sein Sohn Mohammad gehörten zu den ersten Asylwerbern, die im Oktober 2015 das Flüchtlingsquartier in Weibern bezogen haben. Da Mohammad seit kurzem eine Abendschule in Linz besucht, wurde ein Quartierswechsel nach Eferding organisiert, da so spät nachts kein Bus mehr nach Weibern fährt. Trotz Vorfreude auf einen neuen Abschnitt, lag beim Abschied etwas Traurigkeit in der Luft, denn man sah sich seit zwei Jahren beinahe täglich und kannte sich. Wir wünschen den beiden alles Gute auf ihrem weiteren Weg!

  

 

Deutsch-Kenntnisse werden immer besser!

Nunmehr sind die Asylwerber, die vor fast zwei Jahren nach Weibern gekommen waren, keine Fremden mehr. Man kennt einander und freut sich über jede Begegnung auf der Straße oder im Camp. Einige der Erstankömmlinge haben uns mittlerweile verlassen, andere wiederum waren nur für einige Monate hier. Ein „Stamm-Klientel“ von  zwanzig Personen ist zurzeit im Camp.

Trotz des Personenwechsels konnte der Deutsch-Unterricht von den „Ehrenamtlichen“ das ganze Schuljahr mit Elan durchgeführt werden und von den Schülern selbst wurden  erfolgreiche Abschlüsse erzielt. Die sprachlichen Kenntnisse haben sich sehr gebessert, und das ist eine beachtliche Leistung, wo fast alle mit Null-Deutsch-Kenntnissen starten mussten.

Die meisten haben die A1-Prüfung geschafft, und ein Großteil unserer Schützlinge ist dabei, sich auf die A2-Prüfung vorzubereiten.

Ermöglicht wurde die Verbesserung der Deutsch-Kenntnisse durch die Teilnahme an den institutionellen Deutsch-Kursen, die zwei- bis drei Mal pro Woche in Grieskirchen, Hofkirchen oder Gaspoltshofen besucht wurden, durch das regelmäßige Üben in den Kleingruppen bei unseren Montag- und Mittwoch-Kursen und durch den Kontakt mit unserer Bevölkerung.

Seit kurzem ist es gesetzlich geregelt, dass die Asylwerber eine bezahlte Arbeit in Privathaushalten verrichten dürfen; dies ist in Form von Dienstleistungsschecks möglich (Infos siehe unten und bei der Gemeinde), was die Camp-Bewohner sehr freut; so können sie sich nützlich machen! 

Der Deutsch-Unterricht ruht nun – es sind Ferien! Erst mit Beginn des neuen Schuljahres im September wird auch der Deutsch-Kurs von den Ehrenamtlichen wieder gestartet.

Einen erholsamen Sommer mit vielen netten Begegnungen und Erlebnissen wünscht

Hilde Stumpfl

 

 

Beschäftigung von AsylwerberInnen aus Weibern

Durch eine Gesetzesänderung ist es jetzt möglich, AsylwerberInnen im Privatbereich für haushaltstypische Tätigkeiten legal zu beschäftigen. Solche Tätigkeiten können zum Beispiel Gartenarbeit, Reinigung, Bügeln usw. sein. Der Asylwerber bzw. die Asylwerberin ist in dieser Zeit selbstverständlich unfallversichert. Arbeitgeber und Arbeitnehmer füllen dazu gemeinsam das Dienstleistungsscheck-Formular aus oder machen die Registrierung online. Hier kann die Gemeinde bei etwaigen Fragen unterstützen. (Für die Registrierung bitte die Versicherungsnummer und einen Lichtbildausweis, z.B.: Führerschein, mitnehmen.)

Ihre Ansprechperson im Flüchtlingsquartier bin ich, Doris Weichselbaumer – erreichbar unter 0664/85 82 658. Den Stundenlohn können sich beide Parteien selbst aushandeln, jedoch darf er nicht unter dem Mindestlohn von € 11,75 liegen. Nach getaner Arbeit, wird mit Dienstleistungsschecks bezahlt, welche der Arbeitgeber zum Beispiel bei der Post kaufen kann.

Mehr Informationen finden Sie natürlich auch im Internet unter: www.dienstleistungsscheck-online.at

 

Allgemeine Information:
Dienstleistungsscheck (DLS) für AsylwerberInnen
 
Asylwerber, die den Dienstleistungsscheck in Anspruch nehmen wollen, sollten wissen:
 
▪ Sie dürfen mit Dienstleistungsscheck (DLS) arbeiten, wenn Sie seit 3 Monaten zu einem Asylverfahren zugelassen sind (die Zulassung wird mit der weißen Karte dokumentiert).
 
▪ Mit DLS können einfache haushaltstypische Arbeiten in einer Wohnung, einem Haus oder Garten bezahlt werden, nicht aber in einem Betrieb oder in einem Büro.
 
▪ Wer in Österreich arbeitet, MUSS zur Sozialversicherung angemeldet sein. Mit dem Dienstleistungsscheck sind Sie automatisch unfallversichert und können schon während Ihres laufenden Asylverfahrens legal arbeiten und Geld verdienen.
 
▪ Sollten Sie sich bei der Arbeit verletzen, so übernimmt die österreichische Sozialversicherung die Behandlungskosten (Unfallversicherung).
 
▪ Sie müssen gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber das Dienstleistungsscheck-Formular ausfüllen und es unterschreiben. Die Anmeldung erfolgt über ein Beiblatt oder online über: www.dienstleistungsscheck-online.at
 
▪ Für die Arbeit mit Dienstleistungsscheck werden mindestens 11,75 € je Stunde bezahlt.
Sie dürfen pro Monat höchstens 583,15 € mit dem Dienstleistungsscheck verdienen. Darüber hinaus wäre es eine bewilligungspflichtige Beschäftigung.
 
Achtung: Jede Form des Einkommens ist bei der Grundversorgungsstelle des Landes OÖ zu melden. Bei Einkommen über € 110 pro Monat (+ € 80 für jedes weitere Familienmitglied) wird dieses Einkommen auf die Leistungen aus der Grundversorgung angerechnet. Wenden Sie sich am besten an Ihre Kontaktstelle -----> Diakoniewerk, Doris Weichselbaumer 0664/85 82 658
 
▪ Nach der Arbeit bekommen Sie vom Arbeitgeber einen Dienstleistungsscheck in der Höhe Ihres Lohnes in Euro.
 
▪ Schicken Sie diesen Dienstleistungsscheck zur VAEB (Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau, Lessingstraße 20, 8010 Graz) oder lösen Sie ihn unter: www.dienstleistungsscheck-online.at ein.
 
▪ Sie bekommen Ihr Geld auf Ihr Konto überwiesen oder per Post an Ihre Adresse.
 
Sollten Sie noch nähere Informationen benötigen, so wenden Sie sich bitte an das Kompetenzzentrum unter der Telefonnummer: 0810 555 666.
 
 
weitere Informationen finden Sie hier:
 
(Die Online Landkarte bietet in zehn Sprachen Informationen zu Beratungsangeboten für AsylwerberInnen, Asylberechtigte und MigrantInnen.)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Chronik 1985

Die Chronik aus dem Jahr 1985 anlässlich 1.200 Jahre Weibern ist nun in einem durchsuchbaren Format online.

 

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