Weibern - Bienenfreundliche Gemeinde

Mit Gemeinderatsbeschluss vom 10. Dezember 2015 wurde der Verzicht auf chemisch - synthetische Pestizide im Gemeindegebiet von Weibern beschlossen.

 

Langfristiges Ziel: Pestizidfrei im öffentlichen Raum/Bienenfreundliche Gemeinde

(Verzicht auf chemisch-synhetische Pestizide in der Grünraumpflege zu 100 %. Schaffung von bienenfreundlichen/biodiversitätsfördernden Grünraumflächen mit regionalen Pflanzenarten.)

- Reduktion des Pestizideinsatzes im Gemeindegebiet um mindestens 50 % im ersten Jahr

- völliger Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide im Gemeindegebiet im zweiten Jahr

- Verwendung von Blühmischungen für gemeindeeigene Rasenflächen unter Berücksichtigung von Bienenweiden

- Informationsmaßnahmen an die Bevölkerung (Akzeptanz/Unterstützung), Artikel in der Gemeindezeitung

- Zumindest eine sichtbare bienenfördernde Maßnahme, z. B.: Futterwiesen - mit Info-Tafeln, Insektenhotel

- Zumindest eine Info-Veranstaltung in Schulen (Thema: "unsere Wildbienen" , ..)

 

folgende Veranstaltungen zum Thema "Bienenfreundliche Gemeinde" haben bereits stattgefunden:

- Ausgabe von Informatonsmaterial und Samen für Bienen Weiden (am Gemeindeamt und am 21. April in der Spezerei)

- Info-Veranstaltung für die Kinder der VS Weibern 

- Mission Wildbiene - Veranstaltung im Ferienspass 2017

- mehrere Berichte in der Gemeinde Zeitung, "Mein Bienenfreundlicher Garten" - Absichtserklärung

- Spaziergang zu und durch bienenfreundliche(n) Gärten im Ort

 

Blühflächen für die Bienen

Blühstreifen für Bienen stellt die Bienenfreundliche Gemeinde Weibern seit Mai für hungrige Bienen und andere Insekten zur Verfügung. Dafür wurde auf öffentlichen Grundstücken, wie z.B. bei der Volksschule Weibern und beim altersgerechten Wohnen, ein Teil des Rasens abgetragen und eine Samenmischung für eine Bienenweide aus ein-und mehrjährigen Pflanzen ausgesät. Bienen, Schmetterlinge und Co können somit leichter ein ausreichendes Nahrungsangebot über das ganze Jahr finden. Denn Tatsache ist: Bienen finden immer weniger Blüten, weil die Wiesen oft gemäht und gedüngt werden, Ackerraine und Waldsäume verschwinden und der Einsatz von Pestiziden Äcker und Gärten frei von blühenden Unkräutern macht, um nur einige Gründe zu nennen, die den Bienen und ihren wilden Verwandten zu schaffen machen.
Die Gemeinde Weibern gehört seit Dezember 2015 zu den ersten sechs bienenfreundlichen Gemeinden Oberösterreichs und hat sich mit Gemeinderatsbeschluss dazu verpflichtet, auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden im öffentlichen Raum zu verzichten.  

 

Bienenfreundlicher Garten

Es summt und brummt, kriecht und flattert im bienenfreundlichen Garten der Familie Steiner (Hauptstraße) - begeistert von der Vielfalt und Blütenpracht im Gartenparadies  von Rosemarie und Fritz zeigten sich die TeilnehmerInnen beim Bienenfreundlichen Garten-Spaziergang am 8.Juli und nahmen sich viele Anregungen mit. Auch in den besuchten Gärten von Eva Feischl und von den Familien Sumereder und Roitinger fühlen sich Wildbienen und andere Insekten wohl, weil sie genügend Blütenangebot und Nistplätze sowie Wasser finden, und weil keine Pestizide und kein Kunstdünger verwendet werden.

5 Tipps für einen bienenfreundlichen Garten
1. Kein Gift - Verzicht auf Pestizide
2. Große Vielfalt an Blüten bis zum Herbst
3. Mehr Natur und
4. etwas Unordnung - Nistplätze für Wildbienen
5. Wildbienen-Nisthilfe

Schicke uns auch du dein Foto von deinem bienenfreundlichen Garten oder vom Blühstreifen für Bienen für unsere Homepage! (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Bienenfreundliche Mähtechnik für die Bienenfreundliche Gemeinde

Über Global 2000 und LR Anschobers website habe ich von der Aktion 'Bienenfreundliche Gemeinde' erfahren.
Aktuell gibt es auch eine OÖN-Kampagne zur 'Rettung der Bienen'und das Ressort Agrar versucht mit Maßnahmen wie 'Blühstreifen anlegen' in dieser Problematik aktiv zu werden. Wie sinnvoll das alles ist, wenn die AgrarIndustrie so weiter wirtschaftet wie bisher, bleibt dahingestellt. AgrarIndustrie und ökologische Wirtschaftsweise sind ja ungefähr das Gegenteil.

Ich engagiere mich seit Jahren für die ÖKO-Technik Sensenmähen und Dengeln und biete auch Kurse an. (Hat nichts mit dem Wettmähen der Landjugend zu tun) Meine Aktivitäten könnten immerhin zu einer Verbreitung von BLUMENWIESEN beitragen. Die vom Ressort Agrar unterstützten 'Blühstreifen' müssen extra angelegt werden. Viele private, betriebliche und kommunale Flächen, die aktuell schon Ende April mit Rasenmähmaschinen abrasiert werden, stellen ein unterschätztes POTENTIAL als BLUMENWIESEN dar. Ein Problem jedoch ergibt sich für jemand, der/die die Blumen und Gräser erst nach dem Verblühen mähen
will: mit welcher Technik ist das möglich. In der angefügten Datei ist das näher ausgeführt. Es würde mich freuen, wenn die Gemeinde die Öko Technik Sensenmähen und Dengeln in der Gemeindezeitung medial promoten und für Bewohner/Innen die Möglichkeit eines Kurses anbieten könnte. Eventuell auch den Kursbeitrag der Teilnehmer/Innen unterstützen könnte. Die Anwendung dieser Technik würde nicht zuletzt den infernalischen Lärm reduzieren, den Rasenmähmaschinen erzeugen.
mit freundlichen Grüßen
Karl Katzinger
www.sensenmaehen.at

Bienenfreundliche Maehtechnik fuer die bienenfreundliche Gemeinde

 

Weibern blüht auf für Bienen!

Weibern ist am Freitag, 22. Juni 2018 als eine der ersten 12 „Bienenfreundlichen Gemeinden“ von LR Rudi Anschober beim Bienenfest des OÖ Imkereizentrums ausgezeichnet worden.

Bienenfreundliche Gemeinden verzichten auf Pestizide auf öffentlichen Grünflächen, bepflanzen diese bienenfreundlich oder laden die Bevölkerung ein, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Insekten zu verwandeln. Mit Unterstützung des OÖ Bodenbündnis haben die ersten 12 gemeinsam - neben zahlreichen Aktionen - bereits über 10.000 m² Bienenweide angelegt und über 13 Hektar Wiesen auf extensive Nutzung umgestellt. Damit nimmt auf ihren Wiesen und in ihren Parks das Summen wieder stetig zu! „Ich möchte allen Mitwirkenden in den Gemeinden, insbesondere den Bienenbeauftragten, recht herzlich für ihr bienenfreundliches Engagement danken. Es freut mich sehr, dass sich heuer fünf weitere Gemeinden auf den Weg machen und wir diese vorbildliche Arbeit in diesem gebührenden Rahmen im Imkereizentrum auszeichnen dürfen,“ sagt Gerlinde Larndorfer-Armbruster vom Bodenbündnis OÖ.

 LR Rudi Anschober: „Unsere „Bienenfreundlichen Gemeinden“ sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt, und zeigen, dass es auch ohne Umweltgifte geht – sie übernehmen Verantwortung. Ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Erhalt unserer Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen. Denn Böden und Bienen bedeuten Leben! Es geht also nicht um die Biene alleine, sondern um Insekten, Schmetterlinge, Singvögel.“  

 

Fotos: Land OÖ / Kau

 

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Biotonne

Chronik 1985

Die Chronik aus dem Jahr 1985 anlässlich 1.200 Jahre Weibern ist nun in einem durchsuchbaren Format online.

 

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