Weibern - Bienenfreundliche Gemeinde

Mit Gemeinderatsbeschluss vom 10. Dezember 2015 wurde der Verzicht auf chemisch - synthetische Pestizide im Gemeindegebiet von Weibern beschlossen.

Bienenfreundlich durch den Herbst

Mit der Sommersonnenwende beginnen Honigbienen mit ihrer Wintervorbereitung:
Sie reduzieren ihre Bautätigkeiten, werfen die männlichen Drohnen aus dem Stock und die ersten Winterbienen kommen zur Welt: Sie sollen das Volk erfolgreich über den Winter bringen und leben dafür deutlich länger als ihre sommerlichen Schwestern. Sobald im Herbst die Temperaturen gegen Null Grad fallen, stellt die Königin ihre Eiablage ein. Die verbleibenden 5.000 - 10.000 Bienen werden eine Traube bilden und über den Winter - je nach Größe - zwischen 12 und 20 kg Honig
„verheizen“. Für die meisten Wildbienen hingegen bedeutet der Herbst das Lebensende, nachdem der Schlafplatz für den eigenen Nachwuchs fertiggestellt worden ist. Gleichzeitig beginnt nach der Lindenblüte für alle Bienen eine blüharme Zeit. Schon im Spätsommer zählt jede Blüte im Garten: Pflanzen wie Borretsch, Oregano, Lavendel, Malven, Minzen oder Sonnenblumen werden zu einem echten Hotspot für fliegende Insekten. Nach dem wilden Wein folgen im September mit der Blüte von Efeu und des nicht-heimischen Strauchs „7-Söhne-des-Himmels“ die letzten großen „Tankstellen“. 

Tipps für Lebens- und Wohnraum. Mut zum Natürlichen: So verlockend ein „aufgeräumter“ Garten auch im Herbst sein mag, ungemähte Teilgebiete, kleine Kieshaufen und stehen gelassene Stängel sind ideale Winterschlafplätze für die nächste Wildbienengeneration. Vor allem hohle oder markhaltige Stängel von Königs- und Nachtkerzen, Schilf oder Holler sind beliebt. Wer Glück hat, entdeckt vielleicht sogar so ein solch‘ verbautes „Schlafloch“ in einem Pflanzenstängel! 

Insektenhotels geöffnet lassen: Selbiges gilt für Insektenhotels und andere Nisthilfen. Da in ihnen wahrscheinlich junge Wildbienen überwintern, wäre ein Ortswechsel – insbesondere nach Innen – lebensbedrohlich für sie. Darum bitte Draußen stehen lassen!
Nisthilfen bauen: Die kalten Tage im Winter bieten sich auch an, um selbst Insektenhotels für das kommende Jahr zu bauen! Schon ein naturbelassener Holzblock mit Bohrlöchern kann vielen Bienen Platz bieten! Über die richtige Größe der
Bohrungen, Materialien und weitere Details informieren zum Beispiel Anleitungen im Internet oder die Landesbroschüre „Nisthilfen – Anleitungen zum Selbermachen“.

Tipps für das nächste Bienenbuffet: Der Spätherbst ist der ideale Zeitpunkt, um Sträucher für die nächste Blühsaison zu pflanzen und das eine oder andere Bienenbuffet vorzubereiten. Wer bei Obstbäumen, Beeren und Wildblumen auf regionale Bio-Qualität und vielfältiges Blütenangebot achtet, bietet auch Bienen und vielen anderen Insekten reichlich Nahrung. Hecken die allen schmecken: Besonders anziehend für (Wild)Bienen und Hummeln sind – neben Him- und Brombeeren – auch Kornelkirsche sowie Sand- und Weißdorn. Mit den Beeren haben später auch die Vögel ihre Freude - und zum Marmeladenmachen eignen sie sich sowieso! 
Frühlingsgrüße: Da alle Bienen im zeitigen Frühjahr dringend Nektar und Pollen für sich und ihre Brut brauchen, sind Frühblüher wie Weiden, Schneeglöckchen oder Krokusse besonders willkommen. Ob zum Süßen für Tees, einfach auf dem Brot oder als Lebkuchenzutat: Honig ist das ganze Jahr über beliebt, besonders aber in der kalten Jahreszeit. Wer auf regionalen Qualitätshonig setzt, unterstützt die Imkerei vor Ort, schmeckt die Blüten der Region und vermeidet obendrein „gepanschten Honig“ aus Übersee.

 

Probeimkern 2018

Der Imkerverein Hausruck-Nord bietet für Personen ab 12 Jahren Probeimkern an.
Dadurch soll ein erster Kontakt mit Bienen ohne viel Aufwand ermöglicht werden. Der Imkerverein stellt ein Bienenvolk zur Verfügung. Das Volk wird zum Bienenstand eines Imkers gestellt. Der Probeimker arbeitet mit dem Imker mit, sein Volk betreut er unter Aufsicht des Imkers selbst. Arbeiten werden beim Imker durchgeführt. Nach einigen Jahren Erfahrung möchte der Imkerverein eine weitere Möglichkeit der Arbeit mit Bienen anbieten. Der Interessierte arbeitet bei einem Imker mit und betreut dann weitgehend selbstständig seine daheim gehaltenen eigenen Bienenvölker. 
Imkern daheim mit eigenen Bienenvölkern wird viel besser erlebbar.
Bei Interesse melden Sie sich bei:
Schriftführer Friedrich Zöbl
0650/2805903 oder 07732/2656 oder
Obmann Felix Hager 07735/6464

 

Mit Gemeinderatsbeschluss vom 10. Dezember 2015 wurde der Verzicht auf chemisch - synthetische Pestizide im Gemeindegebiet von Weibern beschlossen. 

Langfristiges Ziel: Pestizidfrei im öffentlichen Raum/Bienenfreundliche Gemeinde

(Verzicht auf chemisch-synhetische Pestizide in der Grünraumpflege zu 100 %. Schaffung von bienenfreundlichen/biodiversitätsfördernden Grünraumflächen mit regionalen Pflanzenarten.)

- Reduktion des Pestizideinsatzes im Gemeindegebiet um mindestens 50 % im ersten Jahr

- völliger Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide im Gemeindegebiet im zweiten Jahr

- Verwendung von Blühmischungen für gemeindeeigene Rasenflächen unter Berücksichtigung von Bienenweiden

- Informationsmaßnahmen an die Bevölkerung (Akzeptanz/Unterstützung), Artikel in der Gemeindezeitung

- Zumindest eine sichtbare bienenfördernde Maßnahme, z. B.: Futterwiesen - mit Info-Tafeln, Insektenhotel

- Zumindest eine Info-Veranstaltung in Schulen (Thema: "unsere Wildbienen" , ..)

 

folgende Veranstaltungen zum Thema "Bienenfreundliche Gemeinde" haben bereits stattgefunden:

- Ausgabe von Informatonsmaterial und Samen für Bienen Weiden (am Gemeindeamt und am 21. April in der Spezerei)

- Info-Veranstaltung für die Kinder der VS Weibern 

- Mission Wildbiene - Veranstaltung im Ferienspass 2017

- mehrere Berichte in der Gemeinde Zeitung, "Mein Bienenfreundlicher Garten" - Absichtserklärung

- Spaziergang zu und durch bienenfreundliche(n) Gärten im Ort

 

Blühflächen für die Bienen

Blühstreifen für Bienen stellt die Bienenfreundliche Gemeinde Weibern seit Mai für hungrige Bienen und andere Insekten zur Verfügung. Dafür wurde auf öffentlichen Grundstücken, wie z.B. bei der Volksschule Weibern und beim altersgerechten Wohnen, ein Teil des Rasens abgetragen und eine Samenmischung für eine Bienenweide aus ein-und mehrjährigen Pflanzen ausgesät. Bienen, Schmetterlinge und Co können somit leichter ein ausreichendes Nahrungsangebot über das ganze Jahr finden. Denn Tatsache ist: Bienen finden immer weniger Blüten, weil die Wiesen oft gemäht und gedüngt werden, Ackerraine und Waldsäume verschwinden und der Einsatz von Pestiziden Äcker und Gärten frei von blühenden Unkräutern macht, um nur einige Gründe zu nennen, die den Bienen und ihren wilden Verwandten zu schaffen machen.
Die Gemeinde Weibern gehört seit Dezember 2015 zu den ersten sechs bienenfreundlichen Gemeinden Oberösterreichs und hat sich mit Gemeinderatsbeschluss dazu verpflichtet, auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden im öffentlichen Raum zu verzichten.  

 

Bienenfreundlicher Garten

Es summt und brummt, kriecht und flattert im bienenfreundlichen Garten der Familie Steiner (Hauptstraße) - begeistert von der Vielfalt und Blütenpracht im Gartenparadies  von Rosemarie und Fritz zeigten sich die TeilnehmerInnen beim Bienenfreundlichen Garten-Spaziergang am 8.Juli und nahmen sich viele Anregungen mit. Auch in den besuchten Gärten von Eva Feischl und von den Familien Sumereder und Roitinger fühlen sich Wildbienen und andere Insekten wohl, weil sie genügend Blütenangebot und Nistplätze sowie Wasser finden, und weil keine Pestizide und kein Kunstdünger verwendet werden.

5 Tipps für einen bienenfreundlichen Garten
1. Kein Gift - Verzicht auf Pestizide
2. Große Vielfalt an Blüten bis zum Herbst
3. Mehr Natur und
4. etwas Unordnung - Nistplätze für Wildbienen
5. Wildbienen-Nisthilfe

Schicke uns auch du dein Foto von deinem bienenfreundlichen Garten oder vom Blühstreifen für Bienen für unsere Homepage! (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

 

Weibern blüht auf für Bienen!

Weibern ist am Freitag, 22. Juni 2018 als eine der ersten 12 „Bienenfreundlichen Gemeinden“ von LR Rudi Anschober beim Bienenfest des OÖ Imkereizentrums ausgezeichnet worden.

Bienenfreundliche Gemeinden verzichten auf Pestizide auf öffentlichen Grünflächen, bepflanzen diese bienenfreundlich oder laden die Bevölkerung ein, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Insekten zu verwandeln. Mit Unterstützung des OÖ Bodenbündnis haben die ersten 12 gemeinsam - neben zahlreichen Aktionen - bereits über 10.000 m² Bienenweide angelegt und über 13 Hektar Wiesen auf extensive Nutzung umgestellt. Damit nimmt auf ihren Wiesen und in ihren Parks das Summen wieder stetig zu! „Ich möchte allen Mitwirkenden in den Gemeinden, insbesondere den Bienenbeauftragten, recht herzlich für ihr bienenfreundliches Engagement danken. Es freut mich sehr, dass sich heuer fünf weitere Gemeinden auf den Weg machen und wir diese vorbildliche Arbeit in diesem gebührenden Rahmen im Imkereizentrum auszeichnen dürfen,“ sagt Gerlinde Larndorfer-Armbruster vom Bodenbündnis OÖ.

 LR Rudi Anschober: „Unsere „Bienenfreundlichen Gemeinden“ sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt, und zeigen, dass es auch ohne Umweltgifte geht – sie übernehmen Verantwortung. Ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Erhalt unserer Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen. Denn Böden und Bienen bedeuten Leben! Es geht also nicht um die Biene alleine, sondern um Insekten, Schmetterlinge, Singvögel.“  

 

Fotos: Land OÖ / Kau

 

 

 

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Nächste Veranstaltungen

Chronik 1985

Die Chronik aus dem Jahr 1985 anlässlich 1.200 Jahre Weibern ist nun in einem durchsuchbaren Format online.

 

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