Die Geschichte der Gemeinde Weibern

Flugaufnahme April 2000Die Gemeinde Weibern liegt im Alpenvorland, in einem Senkungsraum zwischen der nördlichen böhmischen Masse (Granit und Gneis = Urgestein) und den Kalkalpen. Diese trogförmige Senke wurde von Westen her vom Weltmeer vor urdenklichen Zeiten überflutet.
Mehr als die Hälfte unseres Gemeindegebietes weist als Untergrund Schlier auf. In der Eiszeit haben sich in den Alpen gewaltige Gletscher gebildet, deren Zungen sich bis in das Alpenvorland herausschoben, wobei die Gebirgstäler und zahlreiche Seebecken ausschürften.

Die alljährlichen Schmelzwässer verfrachteten die von den Gletschern abgetragenen Steine und die vom Eis zerriebenen Feinstteilchen in das Alpenvorland, wodurch auch in unserer Gemeinde ausgedehnte Schotterflächen, so der Hart unterhalb Parz und das Dirisamer Steinfeld, entstanden. Vor Jahrmillionen hat die Trattnach das Gebiet um Weibern maßgeblich gestaltet, so ist sie auch heute noch dessen Lebensnerv.

Die Geschichte der Gemeinde Weibern reicht in die Steinzeit zurück.

Wenn wir auch nicht wissen, wie Weibern zur Zeit der Illyrer und Kelten geheißen hat, so konnte doch festgestellt werden, dass schon in jenen Zeiten unsere Gegend bevölkert war. Die Römer nannten diesen Ort „Vivarium". In diesem Wort ist kein Personenname enthalten, es ist die Bezeichnung für eine Sache, eine Einrichtung, die sicher schon in die vorrömische Zeit zurückreicht.

Das ahd. Wort uuiuuari oder wiwari hat seine Wurzel im lateinischen vivus (lebendig), vivere (leben), zu dem auch Vivarium gehört. Dies heißt ganz allgemein Behälter oder Gehege für lebende Tiere.

Gemeindeamt Weibern April 2000Der Geschichtsforscher Kranzmayer weist ausdrücklich darauf hin, dass Weibern eine Sachbezeichnung ist und weit weg von Oberösterreich ins Deutsche gekommen sein dürfte.
Da noch keine Siedlungsspuren aufgedeckt wurden, kann auch nicht gesagt werden, ob unser Vivarium während der Römerzeit eine dörfliche Ansiedlung war, oder nur aus einem einzelnen landwirtschaftlichen Gutshof, einer „Villa Rustica", bestand.
Ein Flachbeil aus Stein, das in oder um Dirisam gefunden wurde, ist der älteste Fund. Es stammt aus der Mondseekultur, sein Alter ist damit auf vier- bis fünftausend Jahre anzusetzen. Es befindet sich im Naturhistorischen Museum in Wien.

Der Besitzkomplex von „dratihaha uuiuuari" wird das erste Mal 785 in einer Urkunde genannt. Dieses kostbare Schriftstück existiert im Original leider nicht mehr, wohl aber in einer Abschrift, die im bischöflichen Traditionsbuch des Hochstiftes St. Stephan in Passau enthalten ist. Dieses Buch liegt seit 1803 im heutigen Bayrischen Hauptstaatsarchiv in München, wo es unter der Signatur "Hochstift Passau Lit.1" mit der Nebenbezeichnung "Codex antiquissimus" (älteste Handschrift) verwahrt und  zu den wertvollsten Schätzen gezählt wird.

Weibern August 1927Wir verlassen nun die Entstehungsgeschichte von Weibern und machen einen Sprung in das 20. Jahrhundert.

Im Jahre 1985 feierte Weibern sein 1200 jähriges Bestandsjubiläum. Unter dem damaligen Bürgermeister Ing. Horst Müller wurde ein Jahr lang dieses Ereignis gefeiert.
15 Jahre (1985 - 2000) sind seither vergangen und unsere Gemeinde hat sich verändert, der Zeit angepasst, modernisiert:

* Errichtung des Dorfplatzes samt dem Dorfbrunnen
* Die Gemeinde Weibern wird zur Europagemeinde erklärt
* Eröffnung des Leithenspeichers mit dem Badesee (1985)
* Bau der Mehrzweckhalle
* Errichtung der Gemeindebibliothek (1987)
* Dr. Werner Mahn wird Nachfolger v. Dr. Fritz Empacher als Gemeindearzt (1989)
* Planungsvorschläge für den Neubau des Bauhofes bzw. Umbau des Amtshauses (1991)
* Wohnblockbauten der GWB (1991) und STYRIA (1996)
* Erneuerung der Straßenbeleuchtung (1993)
* Ausbau der Kanalisation
* Gasversorgung
* Errichtung eines Bauhofes (1998)
* Kindergartenrenovierung + Neugestaltung der Gartenanlage
* Umbau des Amtshauses samt Feuerwehrhaus und
Proberaum des Musikvereines
* Entstehung des Volleyballplatz


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Raus mit der Sprache - Logopädie - Was ist das und was kann sie?

Chronik 1985

Die Chronik aus dem Jahr 1985 anlässlich 1.200 Jahre Weibern ist nun in einem durchsuchbaren Format online.

 

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